1. Biennale der Künstler

 im Haus der Kunst München 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

Finissage

 

Zur Finissage der Ausstellung sind Sie herzlich eingeladen

am Freitag, den 4. Oktober 2013 von 15:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Eintritt frei

 

Programm

15:30 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit den Kuratoren Eva Ruhland und Pavel Zelechovsky, Unkostenbeitrag € 5,- pro Person

ab 16:30 Uhr: Künstlergespräche – erfahren Sie mehr zu ausgestellten Werken im direkten Gespräch mit deren Urhebern.

18:00 Uhr: „Einladung zum kommunalen Mord am hungrigen Mann“ – eine partizipative Performance von Patricia London Ante Paris

 

Im Anschluss  feiern wir mit Musik von Künstler und DJ Wolfgang Achmann.

 

 

Eröffnung: Sonntag, den 4. August 2013 um 18:00 Uhr

Dauer: 5. August bis 4. Oktober 2013

Haus der Kunst München, Westflügel

Veranstalter: Ausstellungsleitung der GKA im Haus der Kunst München e. V.

 

Öffentliche Kuratorenführungen: Jeden Donnerstag um 18:00 Uhr (Detailinformationen)

 

Pressespiegel (Übersicht)

Fotostrecke zur Eröffnung der Ausstellung gemäß der protokollarischen Abfolge

Fotografin: Susanne Hesping

 

Eine weitere Fotostrecke mit vielen weiteren Bildern zur Ausstellung finden Sie mit dem Rundgang durch den Eröffnungsabend

 

Im Überblick:

 

Die Biennale der Künstler im Haus der Kunst München wird in diesem Jahr zum ersten Mal realisiert. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, die Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst München  e.V. und die Stiftung Haus der Kunst München, gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH  haben sich darauf verständigt, dass die GKA gemäß dem Modell einer Biennale in Zukunft alle zwei Jahre stattfindet.Sie wird von der Ausstellungsleitung der Großen Kunstausstellung ausgerichtet. Diese Biennale ist somit eine von Künstlerinnen und Künstlern kuratierte Ausstellung.

 

Einhergehend mit dem hohen künstlerischen Anspruch der Ausstellung erfolgt damit eine tiefgreifende Konzeptänderung der über 60jährigen jährlichen Ausstellungstradition der GKA. So werden an dieser Biennale ausschließlich Künstlerinnen und Künstler teilnehmen, die von der Ausstellungsleitung ausgewählt wurden. Eine öffentliche Ausschreibung zur Teilnahme findet nicht statt. Die Teilnehmerzahl ist stark begrenzt.

 

Da die Räumlichkeiten durch ihre Nutzung und Vorgeschichte einen spezifischen Charakter bewahren, dort schwierige Lichtverhältnisse herrschen und somit die Räumlichkeiten keine „white cubes“ sind, richtet die Ausstellungsleitung ein besonderes Augenmerk auf situative Arbeiten.

 

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten, Herrn Horst Seehofer.

Biennale der Künstler im Haus der Kunst München

Grußwort

 

Die Große Kunstausstellung im Haus der Kunst erscheint in diesem Jahr in

einem neuen Gewand. 2013 findet sie als erste bayerische Kunst-Biennale

statt. Ein Gewand schmückt und verleiht dem Träger Wirkung in der öffent-

lichen Wahrnehmung. Aber es ist Moden unterworfen und muss von Zeit zu

Zeit erneuert werden. Was bleibt, ist die Persönlichkeit des Trägers. Und

die ist bei der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst unverändert.

Die Große Kunstausstellung zeichnet sich seit jeher dadurch aus, dass sie

von Künstlern kuratiert und organisiert wird. Die drei Künstlergruppen

Münchner Secession, Neue Gruppe und Neue Münchner Künstlergenos-

senschaft zeigen dabei einen repräsentativen Querschnitt des aktuellen

Schaffens. Und während Galerien meist nur von potenziellen Käufern auf

gesucht werden, richtet sich die Ausstellung im Haus der Kunst an ein brei-

tes Publikum. Die Kunst stellt sich an diesem Ort ganz bewusst dem Urteil

der Öffentlichkeit und gibt damit Raum für eine breite Diskussion ihrer

Themen, ihrer ästhetischen Konzepte und ihrer aktuellen Praxis. Unter

stützt wird dies durch die Kooperationen mit nicht-kommerziellen Institutio-

nen im künstlerischen Umfeld. Für ihr Engagement danke ich den Mitglie-

dern der Künstlergruppen und allen Beteiligten herzlich.

Spannende Diskussionen verspricht aber auch das Begriffspaar, das sich

die Biennale in diesem Jahr zum Thema gewählt hat: Luxus und Tod. Der

Tod ist ein unabänderliches Faktum, das mehr oder weniger bewusst unser

ganzes Leben bestimmt. „Luxuria" gilt landläufig als eine der sieben Tod-

sünden. Allerdings empfinden wir es als keineswegs verwerflich, uns gele-

gentlich etwas Luxus zu gönnen. Was das ist, darüber gibt es jedoch je

nach Weltgegend, Situation und gesellschaftlicher Stellung individuell sehr

verschiedene Auffassungen: Brillanten am Handgelenk, Zeit zum Spiel mit

den eigenen Kindern oder vielleicht auch „nur" Zugang zu frischem und

sauberem Trinkwasser. Auch Kunst ist Luxus, aber einer, auf den wir in

einer humanen Welt nicht verzichten wollen und können. Sie ist authenti-

scher Ausdruck von Gedanken und Emotionen. Sie dient als ein Medium

der Reflexion, in dem wir uns über nichts weniger als das Leben, seine letz-

ten und höchsten Fragen, und damit auch über den Tod Klarheit verschaf-

fen wollen.

 

Ganz in diesem Sinne wünsche ich der Biennale der Großen Kunstausstel-

Lung im Haus der Kunst München viele interessierte, angeregte und diskus-

sionsfreudige Besucher. Den ausstellenden Künstlern wünsche ich viel Er-

folg.

 

Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident